AKTUELLES >> 2. PFLEGESTÄRKUNGSGESETZ

Leistungen

Das zweite Pflegestärkungsgesetz

Aktuelles

 

06.08.2018

Ehrung für 20-jährige Mitarbeit  in der SEKURA

20 Jahre in einer Firma zu arbeiten ist heute keine Selbstverständ- lichkeit mehr. Sich in den 20 Jahren soweit zu...

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21.06.2018

Ausflug in den Tierpark

Die Gäste und die Mitarbeiter aus der SEKURA Tagespflege in Stolzenau, haben einen Ausflug in den Tierpark...

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30.05.2018

Warum ich in einer Senioren-WG lebe?!

Frau Stegelmann und Frau Rabe sind Mieterinnen in der selbstbestimmten Senioren-WG...

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01.04.2018

Ein Jahrzehnt bei der SEKURA

„Seitdem arbeitet Sie in der häuslichen Pflege und versorgt ihre Pflegekunden mit viel Engagement...

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08.02.2018

Fasching in der Tagespflege

„Je oller – je doller“: War mal wieder das Motto des Faschings in der SEKURA Tagespflege...

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01.02.2018

10 jähriges Mit- arbeiterjubiläum bei der SEKURA

Anke Kelkenberg nahm ihre Arbeit Anfang 2008 auf und ist nun schon seit 10 Jahren in der SEKURA Kranken-und...

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30.11.2017

Sprachheilkinder- garten in der Tagespflege

Die Kinder aus dem Sprachheilkindergarten Stolzenau, waren wieder einmal zu Besuch bei den Gästen der...

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14.11.2017

Betriebliche Gesundheits-förderung

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist mehr als rückenschonende Arbeitsplätze und...

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18.10.2017

Erntedankfest in der Tagespflege

Wieder einmal fand in der Tagespflege, der SEKURA Kranken- & Altenpflege GmbH, das alljährliche...

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19.08.2017

Sommerfest im Senioren Wohnen Steyerberg

Zur Freude der Mitbewohner und deren Angehörigen, folgten viele Erwachsene und auch Kinder der...

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13.07.2017

Wettstreit: Nicht Alt gegen Jung, sondern Alt und Jung

Der gemeinnützige Verein LuIse e.V. veranstaltete am vergangenen Mittwoch zusammen mit der...

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17.04.2017

15 jähriges Mit- arbeiterjubiläum bei der SEKURA

Seit dem 17.04.2017 kann unsere Mitarbeiterin Heidi Hormann-Gehlenbeck auf 15 Jahre Firmenzugehörigkeit...

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23.02.2017

Selbstbestimmte ambulant betreute Seniorenwohn- gemeinschaften

Diese neuen Wohnformen im Alter werden immer beliebter. „Alltag“ und „Gemeinschaft“...

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07.12.2016

Sprachheilkinder-garten in der Tagespflege

Die Kinder aus dem Sprachheilkindergarten Stolzenau, waren wieder einmal zu Besuch bei den Gästen der...

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01.09.2016

15 jähriges Mit- arbeiterjubiläum bei der SEKURA

Seit dem 01.09.2016 kann unserer Mitarbeiter Gunther Tschuck auf 15 Jahre Firmenzugehörig- keit bei der SEKURA...

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01.08.2016

20 jähriges Mit- arbeiterjubiläum bei der SEKURA

Susanne Stroinski ist nun schon seit 20 Jahren in der SEKURA GmbH tätig. Sie konnte ein Jahr nach ihrer Ausbildung als...

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22.06.2016

Die SEKURA blickt in eine grüne Zukunft...

Am 22.06.2016 wurde die Fahrzeugflotte der SEKURA um das Elektroauto „ZOE“ der Marke Renault...

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Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff & neues Begutachtungsverfahren

 

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz soll noch in dieser Wahlperiode der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und mit kognitiven und psychischen Einschränkungen (insbesondere Demenzkranke) andererseits soll dadurch wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen werden mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz die Beiträge zur Pflegeversicherung um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben.

 

Bereits das erste Pflegestärkungsgesetz, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, sieht Leistungsverbesserungen vor, die auch schon umsetzen, was mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gewollt ist: eine bessere Berücksichtigung der individuellen Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen und einen Abbau von Unterschieden im Umgang mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

 

 

Fünf Pflegegrade, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden

 

Statt drei Pflegestufen soll es künftig fünf Pflegegrade geben, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit soll nicht mehr zwischen körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen unterschieden werden. Ausschlaggebend dafür, ob jemand pflegebedürftig ist, wird der Grad der Selbstständigkeit sein: Was kann jemand noch alleine und wo benötigt er oder sie Unterstützung? Davon profitieren alle Pflegebedürftigen - Demenzkranke und Menschen mit körperlichen Einschränkungen - gleichermaßen. Ausgehend von der Selbstständigkeit einer Person wird das Stadium der Einschränkung in fünf Grade eingestuft, von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zur schwersten Beeinträchtigung, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergeht (Pflegegrad 5).

 

Um den Grad der Selbstständigkeit einer Person zu messen, werden Aktivitäten in sechs  pflegerelevanten Bereichen untersucht. Das Verfahren berücksichtigt erstmals auch den besonderen Hilfe- und Betreuungsbedarf von Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen. Bei dem neuen Begutachtungsverfahren wird nicht wie bei der bisher geltenden Methode die Zeit gemessen, die zur Pflege der jeweiligen Person durch einen Familienangehörigen oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson benötigt wird, sondern es werden Punkte vergeben, die abbilden, wie weit die Selbstständigkeit einer Person eingeschränkt ist. Anhand der Ergebnisse der Prüfung werden die Pflegebedürftigen in einen der fünf Pflegegrade eingeordnet.

 

 

Schritte vor der Einführung

 

Vor der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs muss sicherstellt werden, dass sich das neue Begutachtungssystem in der Praxis bewährt und die Verbesserungen auch wirklich bei den Pflegebedürftigen ankommen. Das wird seit 2014 erprobt; erste Ergebnisse liegen bereits vor, weitere folgen bis März. Sie sollen als Basis für das zweite Pflegestärkungsgesetz dienen und fließen in die Gesetzesarbeit ein.

 

 

Ablauf der Erprobung

 

Die Erprobung wurde im Rahmen von zwei Modellprojekten durchgeführt, die durch den GKV-Spitzenverband koordiniert werden.

 

Mit der „Praktikabilitätsstudie zur Einführung des neuen Begutachtungsassessments (NBA) zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI“ sollten mögliche Probleme bei der Begutachtung frühzeitig aufgedeckt werden, damit gegebenenfalls notwendige Änderungen und Anpassungen bereits vor der Einführung des neuen Begriffs vorgenommen werden können. Diese Studie wurde vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes in Essen unter Beteiligung der Hochschule für Gesundheit in Bochum durchgeführt. Die Stichprobe im Projekt umfasste etwa 1.700 pflegebedürftige Menschen in ganz Deutschland, bei denen eine Begutachtung nach dem neuen und dem derzeit gültigen Verfahren durchgeführt wurde. Alle Medizinischen Dienste der Krankenkassen in Deutschland beteiligten sich an dem Projekt.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbands.

 

Parallel fand die „Evaluation des NBA - Erfassung von Versorgungsaufwendungen in stationären Einrichtungen“ statt. Mit ihr sollte eine solide und aktuelle empirische Grundlage geschaffen werden, um Hinweise für künftige Leistungshöhen je Pflegegrad in Abhängigkeit vom Pflegeaufwand zu ermitteln. Bei der von der Universität Bremen unter Beteiligung der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg durchgeführten Studie wurde in Zusammenarbeit mit den Medizinischen Diensten der Krankenkassen bundesweit in rund 40 Pflegeheimen bei knapp 1.600 Personen erfasst, welche Leistungen sie heute bekommen.

Mehr Informationen auch zu diesem Modellprojekt finden Sie auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbands.

 

Die Arbeit an den beiden Erprobungsstudien wurde durch ein Begleitgremium begleitet, dem Vertreter des BMG, des BMFSFJ, der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Staatssekretär Laumann, Vertreter des GKV-Spitzenverband und Akteure aus Wissenschaft, den Ländern, Leistungserbringerorganisationen, Betroffenenverbänden, dem Deutschen Pflegerat und der Pflegekassen angehören.

 

Die Studien wurden am 28. April 2015 dem Begleitgremium übergeben und werden nun vor ihrer Veröffentlichung geprüft.

 

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll noch in dieser Wahlperiode eingeführt werden.

 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

28.04.2015